Tessin - Geschrieben am Sonntag, Oktober 5, 2003 15:29 von Franco - 0 Kommentare
Wanderung Strada Alta-Sentiero dei Monti und Monte Lema-Monte Tamaro
5.10.03
Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Fotos Wanderung Strada Alta-Sentiero dei Monti und Monte Lema-Monte Tamaro
Tag I
Mit dem Zug bis Airolo. 1141 m.ü.M.
Airolo
Leventinaturismo
Wir übernachteten im Hotel Alpina in Airolo.
Alpina Hotel
Das Wetter war nicht schön. Es war kalt und der Nordföhn blies kräftig.
6.10.03
Tag II
Frühzeitig starteten wir am nächsten Tag von Airolo aus Richtung Osco.
Die ganze Tour ist auf der Home Page der Wandersite.ch sehr gut beschrieben.
Wandersite.ch “Strada Alta”
Auf der Fahrstrasse ging es zuerst nach Madrano,
dann weiter Richtung Brugnasco, unter der Standseilbahn Piotta-Ritom vorbei,
Ritom
weiter nach Altanca. Von Altanca weiter nach Ronco,
Deggio und Lurengo 1330 m.ü.M.
Durch diese schönen romantischen Tessiner Dörfer vorbeizulaufen ist zauberhaft.
Leider ist es so, das es nicht mehr viele Bewohner in diesen Dörfer gibt.
Sehr wenige Einkaufsmöglichkeiten. Auch die vorhandenen Restaurants oder
Grottos haben nicht immer offen und an den unmöglichsten Zeiten geschlossen.
Es ist also ratsam genügend Getränke mitzunehmen.
Bei Lurengo wollten wir einkehren. Restaurant hatte aber geschlossen.
Wirtin bemerkte uns und brachte uns trotzdem einen Kaffe nach draussen
obwohl Sie ja Dienstfrei hatte. Nochmals vielen Dank.
Von Lurengo aus, kann man auf der Strada Alta weiterlaufen,
oder nach links abzweigen und aufwärts steigen zum Sentiero dei Monti.
Obschon die Strada Alta bekannt ist und auch im Internet Werbung dafür
gemacht wird, sind die Wegbezeichnung oft dürftig oder nicht vorhanden.
Wir hatten es aber in der Planung dennoch aufgenommen, das wir den
Sentiero dei Monti einschlagen und wir sollten es nicht bereuen.
Wandersite.ch “Sentiero dei Monti”
Wir zweigten also ab und liefen aufwärts bis nach Cassine di Catto 1460 m.ü.M.
Von dort weiter nach Boscaiöu, Somprei und schliesslich Predelp 1710 m.ü.M.
Über Alpweiden und schönen Wälder liefen wir stundenlang,
ohne das wir jemanden sahen. Ohne Wanderkarte die man vorher studiert hat,
würde man den richtigen Weg aber nur mit Mühe und Not finden.
An einem schönem Plätzchen assen wir zu Mittag und bestaunten die Aussicht.
Das Leventina Tal weit unten. Auf der anderen Seite die Tessiner Berge
z.b. der Pizzo Campo Tencia.
Bergfoto Campo Tencia
Ein Restaurant in dem wir einkehren wollten,
hatte unvorhergesehen wegen einem Unfall geschlossen.
Von Predelp ging es runter bis nach Osco 1157 m.ü.M.
ins Ristorante Albergo Marti.
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 5,5 Std.
ca. 700m aufwärts
ca. 600m abwärts
Das Albergo Marti ist ein kleines Hotel das einfach eingerichtet ist.
Grosser Luxus muss man nicht erwarten.
Die Zimmer sind noch wie zu Omas Zeiten eingerichtet.
Ein grosse Auswahl an Hotel hat man auf dieser Strecke nicht.
Zu beachten ist, dass diese Hotels auch unter der Woche
geschlossen haben können und alle besetzt sein könnten.
Rechtzeitiges Buchen kann von Vorteil sein.
Die anderen Personen die in diesem Hotel auch noch übernachteten,
wird man die nächsten 2 Tage immer wieder antreffen.
7.10.03
Tag III
Voller Tatendrang starteten wir am Morgen von Osco, wieder aufwärts nach Predelp.
Bei den Markierungen muss man nur auf den Hinweis Molare schauen.
Wandersite.ch “Sentiero dei Monti”
Von Predelp aus wanderten wir Richtung Capanna Prodör 1740 m.ü.M.
Capanna Prodör
Capanna Prodör
Leider war niemand mehr anwesend.
Schade das so wenig für den Tourismus sprich Wanderer gemacht wird.
Weiter ging es durch schöne Wälder und Weiden Richtung Molare.
Was für ein traumhafter Höhenweg.
Weiter ging es Richtung Cari di dentro 1780 m.ü.M.
Molare 1488 m.ü.M. und weiter nach Cassin 1520 m.ü.M
In Cassin ruhten wir uns aus und assen zu Mittag.
Wir freuten uns schon bei der Kirche von Calonico vorbeizuschauen.
Zuerst aber mussten wir nach Aldescio 1554 m.ü.M. und dann alles runter
bis nach Calonico 970 m.ü.M. Jetzt waren wir wieder auf der Strada Alta.
Die Kirche von Calonico ist wirklich eine schöne Tessiner Kirche.
Was aber die Kirche noch speziell macht,
ist das sie über einen Abgrund gebaut ist.
Von hier aus ist die Aussicht in die Leventina gewaltig.
Von Calonico aus ging es weiter zum Grotto pro Bell.
Grotto pro Bell
Leider auch hier wieder eine Enttäuschung der Grotto hatte geschlossen.
Und wir hatten uns so gefreut ein Merlot zu trinken, begleitet mit ein bisschen Käse.
Weiter ging es also auf den letzten Teilstück und zwar nach Anzonico.
Auf diesem Teilstück liefen wir eine Zeitlang nur auf Kastanien.
Müde mit der Enttäuschung im Bauch wegen dem geschlossenen Grotto,
erreichten wir Anzonico 979 m.ü.M.
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 5,5 Std.
ca. 700m aufwärts
ca. 800m abwärts
Wie es aber so ist, wenn man Wandert, man weiss nie was kommt
und es gibt immer schöne Überraschungen.
Bei uns war es das Zimmer das wir in der Osteria Anzonico erhielten.
Wirklich schön. Auch das Essen war sehr gut.
Wir redeten noch lange über den abgelaufenen Tag und das es gut war,
den Sentiero dei Monti zu durchwandern, es lohnt sich.
In Anzonico ist noch das Restaurant Bellavista.
In den einschlägigen Büchern wird das Essen im Restaurant
als sehr gut bewertet. Vor allem die Tessiner Küche sei gut.
8.10.03
Tag IV
Im schönem Zimmer schliefen wir tief und fest.
So waren wir am Morgen frisch und konnten kaum warten
wieder auf die Wanderschuhen zu stehen und los zu marschieren.
Von Anzonico ging es Richtung Segno 1090 m.ü.M.
weiter nach Cavagnago 1020 m.ü.M.
Via Ronzano 1105 m.ü.M. und Sobrio 1130 m.ü.M. erreichten wir Valecc.
Bei Valecc machten wir Mittagspause. Auch hier war die Aussicht sehr schön.
Nach der Mittagspause ging es durch die imposante Valloneschlucht.
Danach alles weiter Richtung Pollegio.
Das letzte Teilstück von Corecco 800 m.ü.M. bis nach Pollegio 296 m.ü.M.
geht über ein gut ausgebauten Weg aber fast endlos runter.
Von Pollegio aus, der Hauptstrasse entlang bis nach Biasca.
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 5 Std.
ca. 340m aufwärts
ca. 980m abwärts
Auch diese Etappe war eine schöne Höhenwanderung.
In Biasca nahmen wir uns ein Hotel.
Nach dem Duschen und umziehen suchten wir uns ein Grotto.
In Biasca hat es eine Gegend wo ca. 6 Grottos nebeneinander sind.
Die befinden sich in der nähe der Militärkaserne.
Wir fanden ein Grotto der uns Polenta mit Kaninchen kochte,
ich kann nur sagen, einfach lecker.
9.10.03
Tag V
Mit dem Zug fuhren wir von Biasca nach Taverne – Torricella.
Dort nahmen wir den Bus der uns nach Miglieglia 706 m.ü.M. brachte.
Malcantone
Es war ein traumhafter Tag und schön warm.
Nach einen Cappuccino an der Bar der Seilbahn Talstation,
nahmen wir den Weg Richtung Monte Lema unter die Füsse.
Monte Lema
Monte Lema
Unsere Planung war es die Gratwanderung
Monte Lema – Monte Tamaro zu erwandern.
Wanderung Monte Lema – Monte Tamaro
Durch Kastanienwälder und Alpweiden ging es aufwärts.
Bei einer Waldlichtung machten wir unsere Mittagspause.
Nach ca. 2,5 Std. erreichten wir den Monte Lema 1620 m.ü.M.
Die 900 Höhenmeter sind einfach zu nehmen. Keine ausgesetzte Stellen.
Die Aussicht vom Monte Lema ist einfach Super.
Panorama Monte Lema
Bei klarem Wetter sieht man bis nach Mailand.
Nachdem wir unser Doppelzimmer bezogen hatten,
machten wir uns gemütlich und genossen die Abendsonne.
Das Essen war sehr gut. Wir waren fast alleine.
Nach dem Essen gingen wir noch nach draussen,
um die Lichter der Städte Lugano und Mailand zu betrachten, eindrücklich.
In der Nacht rauschte ein Föhnsturm um das Berggasthaus,
wir dachten jetzt wird das ganze Haus weggerissen.
10.10.03
TagVI
Am nächsten Morgen stand aber alles noch und das Wetter war einfach himmlisch.
Zur gleichen Zeit war in der Deutschschweiz der Winter eingebrochen.
Am heutigen Tag hatten wir die Gratwanderung,
Monte Lema – Monte Tamaro geplant.
Wanderung Monte Lema – Monte Tamaro
Diese Gratwanderung verläuft zeitweise in der Nähe
der Schweiz-Italienischen Grenze.
Vom Monte Lema aus, ging es via Poncione die Brenno 1654 m.ü.M.
zum Monte Gradiccioli 1935 m.ü.M.
Der Hauptwanderweg verläuft beim Monte Gradiccioli etwas unterhalb
des Gipfels. Man sollte sich aber die Mühe nehmen und auf dem
Monte Gradiccioli hinauf zu laufen. Super Aussicht.
Auf einer schönen Alpwiese genossen wir das Mittagessen.
Weiter ging es danach zum Monte Tamaro 1962 m.ü.M.
Monte Tamaro
Die Aussicht von hier oben ist einfach genial.
Man blickt runter zum Lago Maggiore, auf Locarno, Ascona u.s.w.
Dem Grat entlang ging es nun runter zur Capanna Tamaro.
Capanna Tamaro
Capanna Tamaro
Bei der Capanna haben wir ein Kaffe genossen.
Weiter ging es zur Bergstation der Seilbahn beim Monte Tamaro 1530 m.ü.M..
Monte Tamaro
Ein muss ist es, wenn man hier oben ist, die Kirche Santa Maria degli Angeli
vom Star Architekt Mario Botta zu besuchen. Wirklich genial.
Kirche Santa Maria degli Angeli
Nachdem wir die Kirche besucht hatten, genossen wir noch die Sonne.
Runterlaufen wollten wir nicht, der Weg ist nichts besonderes
und wir wollten es uns nicht nehmen lassen,
mit der Seilbahn über der Autobahn zu fahren.
Wir nahmen also die Seilbahn und fuhren runter nach Rivera.
Mit einer Seilbahn, über der Autobahn zu gleiten, ist eine seltene Erfahrung.
In Rivera nahmen wir den Zug der uns nach Bellinzona brachte.
Von Bellinzona aus nahmen wir den Zug der uns nach Hause brachte.
Wir waren ca. 5 Std. gelaufen.
ca. 420m aufwärts
ca. 450m abwärts
Ein wirklich sehr schöne Gratwanderung.
Nicht gefährlich aber auf keinem Fall an einem Wochenende machen.
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