Berner Oberland - Geschrieben am Samstag, August 7, 2010 14:09 von Franco - 0 Kommentare
Wanderung Habkern – Seefeld – Grüenenbergpass
7.8.10
Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wanderung Grüenenbergpass
Mit dem Auto bis nach Habkern 1070 m.ü.M.
Habkern
Auf einer Fahrstrasse wanderten wir Richtung Trogemoos.
Das ganze Gebiet hier, über die Lombachalp, bis zum Hohgant,
ist eine national geschützte Moorlandschaft.
Mystische Moore, urwüchsige Fichten und Bergföhren,
sanfte Bächlein und bizarre Karrenfelder prägen die Landschaft.
Zusammen mit Sörenberg gehört sie zu einer der grössten
und eindrücklichsten Moorlandschaften der Schweiz (86 km2!).
Sie ist zudem Teil des Bundesinventares der Landschaften und Naturdenkmäler
von nationaler Bedeutung (BLN), des Eidgenössischen Jagdbanngebietes Augstmatthorn,
sowie des kantonalen Naturschutzgebietes Hohgant-Seefeld.
Besonders typisch und weit verbreitet in dieser Landschaft sind die Flachmoore.
Zusammen mit den seltenen Hochmooren färben sie sich im Herbst leuchtend rot!
Aufgrund ihrer Trittempfindlichkeit und Seltenheit stehen die Hochmoore unter
Naturschutz mit ganzjährigem Betretungsverbot.
Die grosse naturräumliche und kulturlandschaftliche Strukturvielfalt bietet Lebensraum für viele,
in Einzelfällen auch seltene und bedrohte Tierarten.
Die Gegend zwischen Augstmatthorn und Hohgant ist als Important Bird Area (IBA) ausgezeichnet
und damit ein Vogelgebiet von internationaler Bedeutung.
Ausgedehnte Wildschutzgebiete sollen mithelfen, das Leben der Wildtiere in diesem Gebiet zu sichern.
Lombachalp
Über diese schöne Landschaft erreichten wir den Grüenenbergpass 1555 m.ü.M.
Kurz nach dem Grüenenbergpass machten wir Mittagsrast.
Danach wanderten wir über das Seefeld Gebiet Richtung Chromatta.
Wir erreichten Hinders Seefeld 1593 m.ü.M.
Danach Mittlers Seefeld 1649 m.ü.M.
Und zum Schluss Vorders Seefeld 1693 m.ü.M.
Das Naturschutzgebiet Hogant/Seefeld. Mit seinen Schrattenlandschaften,
Mooren und Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren
ist sicher eines der schönsten Schutzgebiete der Schweiz.
Kurz nach Vorders Seefeld, schlängelt sich der gut erstellte Pfad etwas steil durch ein Felsband,
runter nach Pfadli 1600 m.ü.M. Kurze Zeit später erreichten wir die Chromatta 1479 m.ü.M.
Früher war dies eine See- und Sumpflandschaft.
Die Chromatte wurde trockengelegt und dient nun als Kuhweide.
Weiter führte uns der Weg nun durch den Wald bei Dälemos.
Anhänger von Fantasieliteratur wie Tolkiens «Herr der Ringe»
werden am Weg von hier weg, sicher Gefallen finden.
Der Wald nach der Chromatte hat etwas leicht Verwunschenes an sich.
Die Beerensträucher, Tannen und Felsblöcke sehen aus, als wären sie von Koboldhand angeordnet.
Während dem Wandern, hat man immer wieder ein sensationelles Panorama
zu den grossen Bergriesen des Berner Oberland.
Über eine Asphaltstrasse erreichten wir wieder Habkern.
Unmittelbar vor dem Sporthotel in Habkern, lohnt sich ein Besuch bei Rita Zurbuchen,
die in ihrem kleinen Garten über 200 verschiedene Fuchsia-Arten zur Schau stellt.
Eine schöne Wanderung,
durch eine schöne und geschützte Moorlandschaft.
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 4 Std. 10,1 km
ca. 625m aufwärts
ca. 657m abwärts
1694m höchster Punkt
1070m tiefster Punkt
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