Glarnerland - Geschrieben am Mittwoch, August 19, 2009 12:38 von Franco - 0 Kommentare
Glarnerland Tour 19 Bergwanderung Muttseehütte – Kistenpass – Bifertenhütte – Brigels
19.8.09
Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Bergwanderung Kistenpass
Mit dem Zug bis nach Linthal.
Linthal Rüti
Da wir die Strecke Linthal – Hinter Sand schon einmal abgelaufen sind,
siehe Glarner Tour 14 Bergwanderung Fridolinshütte – Claridenhütte 13.7.09 – 14.7.09
Glarner Tour 14 Bergwanderung Fridolinshütte – Claridenhütte 13.7. – 14.7.09
und
Glarner Tour 17 Bergwanderung Planurahütte 5.8.09 – 6.8.09
Glarner Tour 17 Bergwanderung Planurahütte 5.8.09 – 6.8.09
nahmen wir uns den Luxus und fuhren mit dem Alpen-Taxi Gisler 079/418 45 92
bis nach Tierfehd 805 m.ü.M.
Tierfehd ist zurzeit eine riesige Baustelle. Es ist darum nicht möglich,
vom Tal aus zur Muttseehütte zu gelangen.
Aus diesem Grund nahmen wir in Tierfehd die Seilbahn,
die uns rauf nach Chalchtrittli 1860 m.ü.M. brachte.
Limmeren 2015
Limmeren 2015
Die Bergstation ist zurzeit auch eine riesige Baustelle.
Eine riesige Seilbahn, mit dazugehörender Bergstation wird zurzeit gebaut.
Dies wird gebraucht, um das Baummaterial für die Erweiterung Limmeren raufzubringen.
Der Bergweg von der Bergstation bis zur Muttseehütte,
wurde komplett neu gebaut und erweitert. Der Bergweg ist perfekt gesichert.
Der beste Bergweg im Glarnerland. Trotzdem muss man auf den Weg achten,
ist er doch teilweise exponiert. Ein bisschen schwindelfrei sollte man schon sein.
Je höher man steigt, je schöner wird das Panorama. Der Tiefblick runter ins Tal ist einmalig.
Hat man die Nüschenegg 2268 m.ü.M. erreicht, hat man die exponierten Stellen hinter sich.
Ganz leicht ansteigend geht es danach Richtung Muttenwändli.
Auch hier wurde der Weg extrem präpariert. Der Weg ist zum Teil 2m breit.
Steiler aber ohne Schwierigkeiten, erreichten wir den Aussichtspunkt Muttenwand 2550 m.ü.M.
Die Aussicht ist einfach wunderschön. Limmerenstausee tief unter uns.
Selbsanft und Tödi vor uns. In weiter Ferne der Muttenstöckli, einfach schön.
Von der Muttenwand sieht man auch zum ersten Mal die Muttseehütte.
Muttseehütte
Wandersite
Brigels
Linthal Rüti
Die Muttseehütte ist vor ein paar Jahren erweitert und umgebaut worden.
Sie ist die modernste der 3 Hütten beim Kistenpass.
Nachdem wir unser Lager bezogen hatten, liefen wir zum Muttsee.
Der Muttsee liegt ein paar Minuten zu Fuss, neben der Hütte.
Wir genossen die Aussicht auf die Berge und den See.
Wohlwissend, dass dies die letzte Saison so sein wird.
Bald werden hier Baumaschinen auffahren und eine grosse Staumauer bauen.
Nach einem feinem Essen und ein gesprächigen Abend, gingen wir zu Bett.
Eine schöne Bergwanderung mit einer unglaublichen Aussicht
und vorallem Tiefblick.
Das Teilstück von Chalchtrittli bis kurz vor Nüschenegg
ist sehr gut gesichert und der Bergweg
in einem tadellosen Zustand,
exponiert bleibt er trotzdem.
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 2,5 Std. 5,54 km
ca. 1148m aufwärts
ca. 240m abwärts
2551m höchster Punkt
1591m tiefster Punkt
20.8.09
Nach dem Morgenessen, hiess es Start Richtung Kistenpass.
Von der Muttseehütte führt der Bergpfad zuerst schwach fallend,
danach aber stetig ansteigend, Richtung Kistenpass. Im gutgriffigen Schutt kein Problem.
Ungefähr in der Mitte der Strecke bis zur Kistenpasshütte,
ist eine Stelle vorhanden die ein bisschen ausgesetzt ist, ansonsten kein Problem.
Schaut man sich den Weg von der Muttseehütte aus,
kann man sich schwer vorstellen, dass ein Weg über diesen Schutthang führt.
Plötzlich erscheint ein Wegweiser 2729 m.ü.M. mit dem Hinweis
auf die versteckt liegende Kistenpasshütte. Die ehemalige Militärunterkunft
ist nur über eine Metallleiter erreichbar und klebt wie ein Schwalbennest im Steilhang.
Beim Schwindel erregenden Blick auf den Limmerensee kann es einem den Atem verschlagen.
Kistenpasshütte
Nach einem kurzen Besuch zu der Kistenpasshütte ging es weiter.
Der Bergpfad senkt sich nun leicht abwärts zum eigentlichen Kistenpass 2640 m.ü.M.
Der Kistenpass befindet sich in der Tektonik Arena Sardona.
Hier läuft man auf Gesteinen die vor 250 Mio. Jahren entstanden sind.
Unsere Tour verlief danach auf einfachem Pfad zur Bifertenhütte 2482 m.ü.M.
Bifertenhütte
Hier bewunderten wir die Gegend und den Tiefblick ins Val Frisal.
Nach einem Kaffe hiess es weiter wandern.
Unser nächstes Ziel hiess Rubi Sura. Über Weiden und einem einfachem Wanderweg,
erreichten wir Rubi Sura 2172 m.ü.M.
Bei der Alphütte, kosteten wir einen Vorort gemachten Jogurt, einfach himmlisch.
Die Pause genossen wir in vollen Zügen, wohlwissend, das uns ein steiler Abstieg bevor steht.
Von Rubi Sura aus, besteht die Möglichkeit, nach Alp Quader zu wandern,
und von dort mit der Seilbahn nach Brigels runterzufahren.
Reizvoller ist aber die Variante die wir gewählt haben.
Von Rubi Sura führt ein steiler Pfad, aber ohne Gefahren, runter nach Rubi Sut 1626 m.ü.M.
Am wilden Flembach entlang liefen wir danach Richtung Brigels.
Am Wegesrand hat es auf der ganzen Strecke bis nach Brigels sehr schöne Picknickplätze.
Bei so einem machten wir nochmals eine kleine Pause,
um danach nach Brigels 1287 m.ü.M. zu wandern.
Brigels
Im Restaurant Casa Fausta Capaul in der nähe der Postauto Haltestelle
Restaurant Casa Fausta Capaul
tranken wir noch etwas und assen ein Merengue, bis uns das Postauto nach Hause fuhr.
Das Teilstück Muttseehütte – Kistenpasshütte, ist das Teilstück,
das einem am meisten abverlangt.
Nur über Schutt, an einer Stelle ein bisschen exponiert und rutschig.
Alles andere ist einfaches Wandern, mit einer sehr schönen Aussicht.
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 5 Std. 14,7 km
ca. 456m aufwärts
ca. 1675m abwärts
2735m höchster Punkt
1278m tiefster Punkt
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