Graubünden - Geschrieben am Samstag, August 21, 2010 14:20 von Franco - 0 Kommentare

Bergtour Pischahorn

21.8.10

Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Bergtour Pischahorn

Mit dem Auto bis zur Talstation der Pischabahn 1799 m.ü.M.
Bergbahnen Davos
Die meisten Wanderführer beschreiben eine 4-stündige Wanderung auf das Pischahorn.
Es wird aber allerdings die Benutzung der Pischaseilbahn vorausgesetzt.
Seit ein paar Jahren ist aber aus Kostengründen der Sommerbetrieb eingestellt worden.
Trotzdem kein Grund, die Wanderung auf das Pischahorn nicht doch zu machen.
Bei der Talstation der Pischabahn kann man nicht über Mangel an Parkplätzen klagen.
Es stehen sogar unzählige schattige Stellplätze im Parkhaus gratis zur Verfügung.
Bei dem Wegweiser bei der Talstation sind 2 Richtungen angezeigt.
Wir entschieden uns für den Aufstieg gegen Westen, sprich Links.
Über Alpweiden führt der Wanderweg nach Flüelameder 2006 m.ü.M.
Ab hier beginnt ein Teilstück das nicht so schön ist.
Überall Skilifte und Skipisten, im Sommer ein Graus.
Das bestätigt unsere Einstellung, wo immer nur möglich, meiden wir im Sommer solche Skigebiete.
Einziger Trost, der Strassenlärm der Flüelapassstrasse ist kaum mehr zu hören.
Der Weg führt weiter aufwärts bis zu Punkt 2365 m.ü.M.
Hier biegt der Weg rechts gegen Westen ab und führt zur Bergstation Mitteltälli 2483 m.ü.M.
Auch hier schreckliche Gegend. Leerstehende Talstation und Skihäusschen.
Nichts wie weg, so rasch als möglich. Ab hier beginnt aber nun endlich die eigentliche Wanderung.
Der Wanderweg führt uns zum Punkt 2593 m.ü.M. direkt am Pischagrat.
Bis hier war es eher eine langweilige Wanderung.
Von hier aus wird es nun endlich interessanter, spannender, alpiner.
Zuerst am ungefährlichen Grat entlang, führt der Pfad aufwärts zum Höhenrücken,
der vom Pischahorn zu einer namenlosen Bergkuppe 2740 m.ü.M. führt.
Nachdem wir auf der Kuppe eine kleine Pause eingelegt hatten,
überschritten wir die Kuppe und liefen weiter Richtung Pischahorn.
Teils über den Rücken, teils in der Südflanke,
führte unser Pfad ohne besondere Schwierigkeiten weiter aufwärts.
Eine kurze ausgesetzte Passage ist mit einer Kette gesichert.
Wir erreichten Punkt 2908 m.ü.M. Hier könnte man ins Vereinatal absteigen.
Unser Ziel heisst aber Pischahorn.
Das letzte Stück bis zum Gipfel ist eine steile Geröll- und Schutthalde.
Der gut angelegte Pfad schlängelt sich gut durch diese Mondlandschaft.
Ohne Schwierigkeiten erreichten wir den Gipfel des Pischahorn 2979 m.ü.M.
Der Gipfel ist erstaunlich weitläufig und bietet eine eindrucksvolle Fernsicht nach allen Seiten!
Grossartig ist aber der Nahblick auf den mächtigen Piz Linard,
die höchste Erhebung der Silvretta. Nach der Mittagspause ging es weiter.
Das wir nicht den gleichen Rückweg unter die Füssen nehmen wollten,
liefen wir auf der entgegen gesetzter Richtung über den Nordwestrücken,
Richtung Verborgen Pischa runter.
Der Weg ist nicht ausgesetzt, führt aber über Geröll und Schutt abwärts.
Ein bisschen Trittsicher sollte man schon sein.
Der Weg ist nur an einer schmalen Passage etwas ausgesetzt.
Die Passage ist aber problemlos überwindbar.
An einer Stelle mussten wir durch einen schmalen Felsspalt schlüpfen,
besonders korpulente Wanderer hätten hier ein Problem.
Bei Punkt 2856 m.ü.M. muss kurz angehalten werden.
Hier ist der Blick besonders hübsch und zwar nach links zu den mehreren Bergseen,
die in das weite Becken des Verborgen Pischa eingelagert sind.
Der Blick lohnt aber auch nach rechts zu dem kleinen
Gletscherchen in der Nordflanke des Pischahorns.
Kurz vor Punkt 2709 m.ü.M. biegt der Bergpfad links runter nach Verborgen Pischa.
An einer ehemaligen militärischen Anlage vorbei, erreichten wir den
herzförmigen Pischasee 2523 m.ü.M.
In fortwährendem leichten auf und Ab wird dieses urtümliche Becken durchquert.
Ein kleiner Gegenanstieg führte uns schliesslich auf den Pischagrat 2593 m.ü.M.
Der Kreis war geschlossen.
Auf einfachem Wanderweg wie wir gekommen sind, liefen wir danach runter zur Bergstation,
und danach auf gleichem Weg wie am Morgen bis zu Punkt 2365 m.ü.M.
Hier bogen wir links ab Richtung Stafel. Wir wollten nicht den gleichen Weg wie am Morgen
unter die Füssen nehmen, war die Gegend doch nicht atemberaubend.
Über Stafel 2254 m.ü.M. ging es an einem kleinen Bergsee vorbei 2190 m.ü.M.
Bei Punkt 2118 m.ü.M. biegt der Weg dann rechts runter zum Schindelbodenwald.
Ein schöner Föhren und Lärchenwald. So macht wandern Spass.
Zufrieden erreichten wir die Haltestelle Alpenrose 1816 m.ü.M. auf der Flüelapassstrasse.
Noch ein paar Meter auf der Flüelapassstrasse und wir hatten die Talstation erreicht.
Wandersite
Gotschnasport

Eine schöne Bergtour,
zu einem fast dreitausender,
mit sehr schöner Aussicht.
Schade das die Pischabahn
im Sommer geschlossen hat.
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 6 Std. 16,4 km
ca. 1415m aufwärts
ca. 1387m abwärts
2979m höchster Punkt
1799m tiefster Punkt



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