Berner Oberland - Geschrieben am Dienstag, Juni 28, 2011 15:26 von Franco - 0 Kommentare
Bergwanderung Frutigen – Niesen
28.6.11
Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Bergwanderung Frutigen – Niesen
Eine Wanderung auf einen Berg, auf dem eine Standseilbahn hinaufführt? Warum nicht!
Denn erstens ist der Niesen der markanteste Berg der Berner Voralpen.
Seine perfekte Pyramide oberhalb des Thunersee,
gehört zu den bekanntesten Bildern vom Berner Orberland.
Zweitens ist das Panorama vom Niesen sehr bemerkenswert.
Weil wir wenig Lust hatten, mit dem Hauptharst der Wandernden der Schienenstrecke entlang
Gipfelwärts zu keuchen, haben wir uns für eine seltener begangene Route entschieden.
Der Anmarsch entlang de sonnenexponierten Südostflanke der Niesenkette ist zwar
etwas länger als der direkte Aufstieg von Mülenen her.
Dafür sind auf diese Route die Steigung wesentlich milder,
weil sich die gesamte Höhendifferenz auf eine grössere Strecke verteilt ist.
Mit dem Auto bis nach Mülenen im Frutigtal.
Danach mit dem Zug weiter bis nach Frutigen 780 m.ü.M.
Hier begann danach unsere Wanderung.
Wir verlassen den Bahnhof und überqueren die Engstlige.
Über einen schmalen geteerten Pfad geht es über Wiesen nach Niderfeld
und weiter nach Winklen 819 m.ü.M.
Während dem Wandern konnten wir in weiter Ferne
den Sigriswiler-Rothorn, Sichle und Niederhorn erkennen.
Ab hier verläuft der Weg steil aufwärts alles durch den Wald über Hangi 1182 m.ü.M.
zur Eggweid 1374 m.ü.M.
Je höher wir steigen je schöner wird die Aussicht.
In weiter Ferne, aber gut ersichtlich der Steghorn,
Wildstrubel, Glacier de la Plaine Morte und Wildhorn.
Näher gelegen der Balmhorn und Altels.
Unter uns die verschiedenen Täler:Frutigtal, Kiental, Frutigen, Kandertal und Engstligental
Kurz nach der Eggweid taucht vor uns der Niesen auf.
Von dieser Seite aus, sieht dieser Berg ganz anders aus, als wie man in sonst kennt.
Der Weg führt danach leicht abwärts, man überquert einen Bach mit einem kleinen Wasserfall
und erreicht danach den Schlumpbachtobel.
Wir überquerten den Schlumpbach und mussten ein bisschen acht geben.
Dort wo der Wanderweg durchführt, rutsch der Hang runter ins Tobel.
Eine ein bisschen schlipfrige Angelegenheit.
Auf gutem Wanderweg und immer gut markiert, erreichten wir danach Unterniesen 1580 m.ü.M.
und Alp Oberniesen 1813 m.ü.M.
Was für eine Aussicht! Jetzt ist sogar die ganze Blüemlisalp ersichtlich.
Auch der Thunersee und Brienzersee sind nun zum ersten mal ersichtlich.
Über breite Wanderwege führt uns nun der Weg zum Niesengrat 2037 m.ü.M.
Von hier hat man zum ersten mal eine sehr schöne Panorama Aussicht
auf das Niedersimmental, Gantrischgebiet und den Stockhorn.
Der Weg steigt nun zum Grat hinauf und überwindet die Westflanke
mit weiten Schlägen zum Vorgipfel 2297 m.ü.M.
Alles am breiten Grat entlang verläuft nun der Wanderweg zum Niesen.
Während dem Wandern geniesst man eine super Aussicht runter zum Thunersee mit der Stadt Thun.
Am schönen Bergrestaurant vorbei, erreichten wir
schliesslich den überbauten Niesen Gipfel 2362 m.ü.M.
Niesen
Wie oft bei solchen Bergen die mit einer Bahn erschlossen sind,
zeigt sich der Gipfel nicht von der schönen Seite. Alles ist verbaut.
Auch auf dem Niesen hat es natürlich diverse Sendemasten und sonstige Einrichtungen.
Schaut man mal von dieser Unschönheit weg, ist die Aussicht Atemberaubend.
Thunersee und Brienzersee. Dutzende von Bergen einfach sehr schön.
Der Niesen gilt als Wetterprophet der Berner Oberländer.
Diverse Sprüche geben bescheid wie das Wetter wird.
Auf einer Bank beim Niesen Kulm, mit einer super Aussicht, assen wir zu Mittag.
Danach liefen wir zum 2002 neueröffnetem Gipfelrestaurant.
Das Restaurant ist schön und passt sich Harmonisch in der Umgebung ein.
Hier nahmen wir ein Kaffee und bestaunten die Aussicht.
Danach ging es zur Bergstation der Standseilbahn.
1906 wurde die Standseilbahn gebaut.
Die Standseilbahn ist in 2 Sektionen eingeteilt und weist eine 68% Steigung auf.
11674 Treppen (die längste der Welt) verläuft neben den Geleisen.
Am Niesen-Treppenlauf das jeweils im Juni stattfindet,
rennen ale Teilnehmer diese Treppe in ca. 1 Std! rauf.
Die Standseilbahn fuhr uns nun also runter bis nach Mülenen,
wo unser Auto auf uns wartete.
Einfache Bergwanderung,
die sich aber in die Länge ziehen kann.
Hohendifferenz muss beachtet werden.
Erst am Schluss viele Touristen.
Keine gross ausgesetzte Stellen
Für die ganze Strecke hatten wir ca. 4 1/2 Std. 12,1 km
ca. 1741m aufwärts
ca. 165m abwärts
2362m höchster Punkt
780m tiefster Punkt
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